Druck

Die entscheidende Frage nach dem Druckverfahren: Bogen-, Rollen- oder Tiefdruck?

Ob ein Druckprodukt zu besten Konditionen eingekauft wird hängt nur zum Teil von der Auswahl des richtigen Druckverfahrens und der Druckerei mit der bestmöglichen technischen Ausstattung ab. Druckereien agieren mit unterschiedlichsten Preisniveaus. Dies bedeutet, wer gut verhandelt erhält die attraktivsten Konditionen. Damit Sie in den Genuss von Bestpreisen kommen, muss wirklich alles – Technik und Verhandlungsführung – passen*.

Die Fragestellung zur Drucktechnik wird im Wesentlichen von 3 Faktoren bestimmt.

  • Von der Druckauflage
  • Vom qualitativen Anspruch
  • Von der Papierqualität und vom Flächengewicht

Die Grenzen sind hierbei fließend. So kann es sein, dass ein Printprodukt sowohl im Bogen- als auch im Rollenoffset sehr wirtschaftlich und zugleich hochwertig gedruckt werden kann. Das Gleiche gilt für den Rollenoffset versus Tiefdruck. Auch hier gibt es Druckaufträge, welche nicht final einem Verfahren zugeordnet werden können.

Welches Verfahren Ihnen die meisten qualitativen aber auch vor allem ökonomischen Vorteile bietet, hängt sehr stark von den Angeboten der Druckereien ab. Hierbei spielt neben der technischen Ausstattung auch die Frage des Druckereistandortes (Deutschland oder z. B. Osteuropa) eine große Rolle.

Deshalb ist es wichtig gerade in Bereichen von Grenzauflagen beide Druckverfahren (Bogen- oder Rollenoffset bzw. Rollenoffset oder Tiefdruck) zu prüfen.

Grundsätzlich lassen sich die Technologien wie folgt eingruppieren:

Der Bogenoffset: Das ideale Druckverfahren für kleinere bis mittlere Druckauflagen, hochwertigste Druckprodukte und hohe Flächengewichte.

Der Rollenoffset: Das wirtschaftlichste Druckverfahren für mittlere bis hohe Druckauflagen.

Der Tiefdruck: Das Druckverfahren für die ganz hohen Druckauflagen und beste Druckqualität. Allerdings: Eine Technologie, welche mehr und mehr an Bedeutung verliert.

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Hintergrundinformationen für Interessierte zum Thema Rollenoffset:

Große Druckformen, kurze Einrichtezeiten und hohe Druckgeschwindigkeit

In der Zeitschriften-, Katalog- und Beilagenproduktion ist der Rollenoffset die dominierende Produktionsform. Auf Grund der großen Rotationen, mit welchen bis zu 96 Seiten auf einer Druckform gefertigt werden können, verdrängt diese Technologie mehr und mehr den für hochauflagige Printprodukte etablierten Tiefdruck. Die deutlich geringeren Fixkosten in der Druckformherstellung und die extrem schnelle Einrichtezeit einer Druckform machen dieses Verfahren so wirtschaftlich. Die europäische Druckereilandschaft im Rollenoffset ist relativ groß. So gibt es Betriebe, welche sich nahezu gänzlich auf die Beilagenproduktion spezialisiert haben, aber auch viele vollstufige Druckereien, welche das komplette Leistungsspektrum von der Beilage bis zum klebegebundenen Produkt fertigen können.

Für eine wirtschaftliche Produktion ist der Zylinderumfang der Druckrotation maßgeblich entscheidend!

Die Frage welche Druckerei ein Printprodukt am günstigsten produzieren kann, hängt davon ab, ob die zur Verfügung stehende Technik exakt die Anforderungen des Produktes erfüllt. Hierbei muss neben den zur Verfügung stehenden Druck- und Verarbeitungsmaschinen vor allem auch der Papierverbrauch bei der Betrachtung Berücksichtigung finden. Dieser wird u. a. durch den Zylinderumfang einer Druckrotation beeinflusst. Passt beispielsweise der Zylinderumfang nicht perfekt zum Produktformat, ergibt sich hieraus ein zu hoher Papierverbrauch. Ist die sogenannte Abschnittlänge eines Druckzylinders bzw. einer Druckform zu groß, hat dies zur Folge, dass teures Papier einfach abgeschnitten und zur Makulatur wird.

Große Druckbogenumfänge machen günstiges Drucken möglich!

Im Bereich des Rollenoffsets stehen 8-, 16-, 24-, 32-, 48-, 64-, 72- und 96-Seiten Rotationen mit wiederum unterschiedlichen Abschnittslängen und Falzaggregaten zur Verfügung. Jede dieser Rollenoffsetmaschinen hat seine Berechtigung. Hier gilt es die perfekte Maschine für das jeweilige Druckprodukt zu finden. 

Stehende oder liegende Produktion? Welche Produktionsform ist die Bessere?

Im Bereich des Rollenoffsets besteht darüber hinaus die Möglichkeit einer sogenannten stehenden oder liegenden Produktion. Beide Produktionsverfahren haben Vor- und Nachteile und deren Einsatz hängt sehr stark vom Produktformat und von der Verarbeitungsform ab. Aus einer liegenden Fertigung können enorme Einsparungen im Bereich der Papierkosten (durch geringere Verbräuche) resultieren und sie ist perfekt für in Sammelheftung verarbeitete Zeitschriften und Kataloge geeignet. Aber auch für klebegebundene Produkte kann diese Produktionsform in Frage kommen. Allerdings beherrschen die hierfür notwendige Rückbefeuchtung der Papierbahn nur wenige Druckereien. Deshalb ist hier eine entsprechende Marktkenntnis dringend von Nöten. Andernfalls leidet die Produktqualität enorm und es kann zu starker Wellenbildung im Bund kommen. Neben der unschönen Optik leidet in diesen Fällen das klebegebundene Produkt durch eine deutlich höhere Klammerwirkung, was das Blättern der Zeitschrift bzw. des Kataloges deutlich erschwert und somit negativ beeinflusst.

Hintergrundinformationen für Interessierte zum Thema Tiefdruck:

Eine Technologie, welche mehr und mehr an Bedeutung verliert.

Dieses Druckverfahren ist nur noch für wirklich hochauflagige Druckprodukte von Bedeutung. Gerne wird die Frage gestellt, ab welcher Druckauflage der Tiefdruck das wirtschaftlichere Druckverfahren darstellt. Eine pauschale Antwort kann hierauf leider nicht gegeben werden. Es hängt sehr stark vom Format, dem Umfang und der Komplexität des Produktes ab. Fest steht, dass der Tiefdruck viele Aufträge an den Rollenoffset verloren hat und noch weitere verlieren wird. Die Fixkosten der Druckformherstellung sind auf Grund der notwendigen und recht zeitintensiven Zylindergravur sehr hoch. Hierdurch sind Versionswechsel z. B. zur Regionalisierung einer Zeitschrift oder eines Werbekataloges kaum wirtschaftlich möglich. Die geringeren Fortdruckkosten können durch die höheren Fixkosten nur durch eine lange Druckstrecke kompensiert werden. Darüber hinaus sind Tiefdruckpapiere mit einem Kostenaufschlag versehen, welcher bei der Gesamtkostenbetrachtung ebenfalls berücksichtigt werden muss.

Die Vorteile des Tiefdruckverfahrens:

  • Keine Wellenbildung des Papieres
  • Bessere Druckqualität durch höhere Farbsättigung und höheren Farbkontrast
  • Angenehmere Haptik des Tiefdruckpapiers (samtig weiche Oberfläche)
  • Besseres Klangverhalten des Papieres
  • Abgeschriebene Druckaggregate sorgen für niedrige Produktionskosten
  • Geringerer Papierverbrauch im Bereich des Fortdruckes
  • Variable Zylinderumfänge und somit weniger Verschnitt und geringere Papierverbräuche möglich
  • Hohe Bogenumfänge möglich

Die Nachteile des Tiefdruckverfahrens:

  • Teure Druckformherstellung
  • Lange Rüstzeiten für die Druckformherstellung und Druckformeinrichtung
  • Hohe Einrichtemakulatur (höherer fixer Papierverbrauch)
  • Versionswechsel sehr teuer
  • Eingeschränktes Papiersortiment
  • Höherer Papierpreis durch Preisaufschlag der Papierindustrie
  • Höhere Flächengewichte nicht möglich
  • Keine Weiterentwicklung des Druckverfahrens
  • Wenige Druckereien am Markt verfügbar

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